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Profil - Wer wir sind und was wir wollen

Die Gesellschaft für seelische Gesundheit Dortmund e.V. (GSG)
wurde 1975 von einer Gruppe in psychiatrischen Einrichtungen Tätigen und engagierten Dortmunder BürgererInnen gegründet. Ihr gehören heute ca. 80 Mitglieder an, die sowohl Professionelle und BürgerhelferInnen als auch Psychiatrie-Erfahrenen und Angehörige sind.
Die GSG ist ein gerichtlich eingetragener Verein und vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt.


Ziele und Aufgaben
Die GSG hat sich die Unterstützung von Menschen mit psychischen Störungen, insbesondere die Vertretung ihrer Interessen in der Öffentlichkeit sowie der Politik und Verwaltung, zum Ziel gesetzt.
In diesem Rahmen initiiert und fördert die GSG vor allem Aktivitäten, die die Erfahrungen und Wünsche psychiatrieerfahrener Menschen und ihrer Angehörigen ernst nehmen, diese als Experten in eigener Sache verstehen und auf diese Weise die Selbsthilfefähigkeiten Betroffener zu stärken suchen. Hierdurch kann Fremdsteuerung durch psychiatrische Institutionen schrittweise durch Selbststeuerung der PatienteInnen bzw. KlientInnen ersetzt werden.

Die GSG legt ihren Arbeitsschwerpunkt daher auf folgende Aktivitäten:

Organisation von Diskussionsforen, die den Dialog und Trialog
zwischen Psychiatrie-Erfahrenen, deren Angehörigen und den
Mitarbeiterinnen psychiatrischer Einrichtungen fördern;

Unterstützung von Selbsthilfe-Inititativen;

Durchführung von Informationsveranstaltungen über neuere Therapieansätze, die
die Erfahrungen und Interessen Betroffener ausdrücklich berücksichtigen;

Initiierung von Gesprächsrunden zu aktuellen sozialpolitischen Entwicklungen und
Versorgungsdefiziten, die vor allem psychisch beeinträchtigte Menschen betreffen;

Vorbereitung kultureller Veranstaltungen mit bildnerischen und
literarischen Werken psychisch Kranker;

Kontaktaufnahme und Kooperation mit Organisationen und
Einrichtungen mit vergleichbarer Aufgabenstellung



Warum ist die Arbeit der GSG so wichtig?
Obwohl ca. jeder zehnte Bürger im laufe eines Jahres von einer psychischen Störung bzw. Krankheit betroffen ist, werden diese Beeiträchitgungen im Vergleich zu körperlichen Krankheiten nach wie vor gesellschaftlich geächtet. In einem derartigen sozialen Klime fällt es Betroffenen daher oft schwer, eine öffentlichkeitswirksame Interessenvertretung zu entwickeln. Hier will die GSG "Hilfe zur Selbsthilfe" anbieten.

Die häufig frustierenden Erfahrungen Betroffener mit psychiatrischen Einrichtungen wie Kliniken, niedergelassenen PsychiatrInnen, dem Betreuten Wohnen u.a. verweisen eindringlich auf Reformnotwendigkiten, z.B. hinsichtilich der Stärkung der Patientenrechte und der Gestaltung des Therapieverlaufs.
Eine Interessenvertretung Psychiatrie-Erfahrener ist jedoch nicht nur im Hinblick auf die sogenannte Qualitätssicherung und Fortentwicklung psychiatrischer Untertstützungsmaßnahmen von Bedeutung, sondern auch angesichts der zunehmenden finanziellen Einsparungen im Sozialbereich, welche insbesondere auch psychisch kranke Menschen aufgrund ihres speziellen Hilfebedarfs betreffen. Für diese steigt das Risiko, bereits vorhandene Versorgungsstandards einzubüßen, und durch das weitmaschiger werdende soziale Netz zu fallen. Dieser Entwicklung will die GSG nicht tatenlos zusehen.


Die Arbeit der GSG im Überblick

  • Beratung und Unterstützung der Selbsthilfe Psychiatrieerfahrener
  • Initiierung öffentlicher Hearings und Fachtagungen
  • Veranstaltung von über 100 Psychoseseminaren mit mehr als 2.600 Teilnehmern
  • Organisation von Lesungen und Herausgabe regelmäßiger Publikationen zum Thema psychiatrische Erkrankungen
  • Regelmäßige Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu allen Bereichen seelischer Gesundheit
  • Ansprechpartner für Medienschaffende bei Recherchen oder für Kontakte zu Interviewpartnern
  • Unterstützung und Begleitung Psychiatrierfahrener während ihrer Medienkontakte